Ein Bericht: Die Auswanderer

Ein Stöhnen zerriß die Mütter. Sie heulten krampfhaft in ihre Tücher. Die Sonne begab sich rot in die Dunkelheit. Morgen wollten sie wiederkommen, wenn der Abschied zerfallen war. Die Söhne trugen ihren Bündel auf dem Rücken. Es war eine lange Zeit des Abschiedes. Alle Väter, Mütter, Söhne, Schwestern, Onkel und Tanten – Sie alle wußten, daß dieser Tag irgendwann kommen würde. Die Söhne sehnten den Tag herbei und Sie beteten, dass der Vater nicht vor diesen Tag starb, denn dann würden sie in der Familie bleiben, um ihn zu ersetzen. Die Freundinnen der Söhne hatte man zum Holzsammeln geschickt. Ein Klagen war aus dem Wald zu hören.  Ein Bericht: Die Auswanderer

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Der Soldat mit der Lanze

Niemand weiß, was mit ihm geschehen ist. Selbst die großen Geschichtsrollen geben nichts darüber her.

Morgens sah man ihn noch durch das kleine Fenster seiner Hütte an der Feuerstelle eine Mahlzeit für den Tag bereiten. Zuvor war er am Brunnen gewesen und zog unter heftigen Atem einen hölzernen Eimer mit Wasser aus der Tiefe herauf.

Hinter ihm standen einige Frauen aus den Nachbarhütten. Sie erzählten alle nur über das eine, über ihn und die Versammlung, wie eben abgestimmt wurde. Er wollte das nicht mehr hören. Zu häufig wurde es in den letzten Wochen in den Wirtshäusern besprochen und er versuchte immer, sich aus solchen Debatten herauszuhalten. Zu häufig hatte man gehört und erzählt, dass er schuldig sei. Vielleicht war er es, vielleicht auch nicht, aber was sollte es ihn berühren. Er bekam seine Münzen und die Entscheidung trafen Andere, Höhere als er.  Der Soldat mit der Lanze

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Der Leuchtturm

Abends ging er immer noch eine Runde spazieren. Nicht das er Langeweile oder vergleichbares hatte, nein, bestimmt nicht. Er wartete nur. Er wusste genau, auf was er wartete, er kannte ihn aus frühen Erinnerungen und freute sich, auf diesen Moment.

Gern stellte er sich vor, wie er ihn in den Arm nehmen, fest drücken und dann liebevoll in die Augen sehen würde – ja, so wollte er das machen.

Er ging etwas vom Weg herab, an den Klippenrand. Hier stand er gerne und lange, hier verspürte er die Kraft, die das Meer den Menschen schenkte und die Sehnsucht, mit der die Menschen angesteckt wurden. Und hatte man die Sehnsucht doch überwunden oder war vor ihr geflüchtet kam die Wehmut – die Wehmut ist die Tochter der Sehnsucht.  Der Leuchtturm

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