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| das andere literatur forum
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Abends ging er immer noch eine Runde spazieren. Nicht das er Langeweile oder vergleichbares hatte, nein, bestimmt nicht. Er wartete nur. Er wusste genau, auf was er wartete, er kannte ihn aus frühen Erinnerungen und freute sich, auf diesen Moment. Gern stellte er sich vor, wie er ihn in den Arm nehmen, fest drücken und dann liebevoll in die Augen sehen würde – ja, so wollte er das machen. Er ging etwas vom Weg herab, an den Klippenrand. Hier stand er gerne und lange, hier verspürte e [...]

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Dieser Text ist aus den Annalen einer alten Stadt und erzählt die Geschichte des Henkers: Was hängst Du da und verhöhnst mein Leben - das ich diese Maske aufsetzen musste. Die Schwarze. Die Flut der Gehenkten erscheint mir so manchmal im Schlafe und verfolgt, das Wichtigste von Gott gegebene, meine Augen, um sie zu blenden. Und schreie höre ich: meine Sieben, essen wollen sie und das Weib, sich anziehen. Mir bleibt in diesem Leben, dem seligen Armen nur diese Maske. Die Schwarze. Die ich b [...]

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Wie jeden Morgen nach dem aufwachen, machte er in der ansteigenden Tageswärme seinen Rundgang. Mit ruhigen Schritt und den gekreuzten Händen auf dem Rücken schaute er weit über die Hausdächer der Stadt in der Ferne dem schmalen Lauf des Flußes zu. Die ersten Karawanen aus dem Osten klopften am Stadttor und hinterließen so manches Glitzern eines Silberstückes in den Händen der Stadtwache. Die ersten Zisternen mit den mächtigen Drehrädern meldeten mit lauten quietschen den Beginn des T [...]

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Ein Stöhnen zerriß die Mütter. Sie heulten krampfhaft in ihre Tücher. Die Sonne begab sich rot in die Dunkelheit. Morgen wollten sie wiederkommen, wenn der Abschied zerfallen war. Die Söhne trugen ihren Bündel auf dem Rücken. Es war eine lange Zeit des Abschiedes. Alle Väter, Mütter, Söhne, Schwestern, Onkel und Tanten – Sie alle wußten, daß dieser Tag irgendwann kommen würde. Die Söhne sehnten den Tag herbei und Sie beteten, dass der Vater nicht vor diesen Tag starb, denn dann w [...]

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Niemand weiß, was mit ihm geschehen ist. Selbst die großen Geschichtsrollen geben nichts darüber her. Morgens sah man ihn noch durch das kleine Fenster seiner Hütte an der Feuerstelle eine Mahlzeit für den Tag bereiten. Zuvor war er am Brunnen gewesen und zog unter heftigen Atem einen hölzernen Eimer mit Wasser aus der Tiefe herauf. Hinter ihm standen einige Frauen aus den Nachbarhütten. Sie erzählten alle nur über das eine, über ihn und die Versammlung, wie eben abgestimmt wurde. Er [...]

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Langsam schleppte ich mich an meinen Koffer in das nächste Hotel des Viertels in dem ich vor vielen Jahren gelebt hatte. Es war Nacht. Der Zug fuhr unerbittlich diesem Gewirr meiner Entstehung entgegen. An der Peripherie der Bahngleise standen tausende von Menschen in den Fenstern mit einer Laterne in der Hand und schwenkten sie zur Begrüßung. Wahrscheinlich war es nur eine Einbildung, eine optische Täuschung der sich mein Gehirn nach vielen Stunden ohne Schlaf nur zu gerne Hingab.  In ei [...]

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Gelegentlich kam es auf meinen Reisen vor, dass ich Abseits der großen Wege in ein kleines Dorf kam, in dem ich mich in der Zeit zurückgesetzt sah. Fern der Transitrouten und Fabriken, den großen Einkaufsstraßen und Wohnzentren, erging sich eine Straße, ungeteert im Trott des letzten Jahrhunderts, im verblichenen Schein alter Philosophen und in stiller Wehmut, dem Stillstand. Und dann suchte ich in einem solchen Dorfe die Weinstube auf und versuchte mich ganz ungezwungen, unter all' diesen [...]

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Langsam kam ich auf diesen Waldweg aus dem tiefen Grün und Braun des Waldes hervor. Lange Stunden schien ich durch den Wald gewandelt zu sein, betört der Stille und dem feinen Rauschen der tausend Blätter ergab ich mich meinen Gedanken und bemerkte so ganz und gar nicht, welche Pfade ich denn schon erschlossen hatte. Nun denn! Um einen Hauptweg zu finden und nicht in die Gefahr des Kreislaufens zu geraten, entschloss ich mich, immer die Bäume mit dem Moos im Rücken zu halten und so öffnet [...]

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