Ein Bericht: Die Auswanderer

Ein Stöhnen zerriß die Mütter. Sie heulten krampfhaft in ihre Tücher. Die Sonne begab sich rot in die Dunkelheit. Morgen wollten sie wiederkommen, wenn der Abschied zerfallen war. Die Söhne trugen ihren Bündel auf dem Rücken. Es war eine lange Zeit des Abschiedes. Alle Väter, Mütter, Söhne, Schwestern, Onkel und Tanten – Sie alle wußten, daß dieser Tag irgendwann kommen würde. Die Söhne sehnten den Tag herbei und Sie beteten, dass der Vater nicht vor diesen Tag starb, denn dann würden sie in der Familie bleiben, um ihn zu ersetzen. Die Freundinnen der Söhne hatte man zum Holzsammeln geschickt. Ein Klagen war aus dem Wald zu hören.  Ein Bericht: Die Auswanderer

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Das vergessene Dorf

Gelegentlich kam es auf meinen Reisen vor, dass ich Abseits der großen Wege in ein kleines Dorf kam, in dem ich mich in der Zeit zurückgesetzt sah. Fern der Transitrouten und Fabriken, den großen Einkaufsstraßen und Wohnzentren, erging sich eine Straße, ungeteert im Trott des letzten Jahrhunderts, im verblichenen Schein alter Philosophen und in stiller Wehmut, dem Stillstand.

Und dann suchte ich in einem solchen Dorfe die Weinstube auf und versuchte mich ganz ungezwungen, unter all’ diesen Dorfbewohnern, zu bewegen, mich dem Takt ihrer Zeit anzupassen und meine Neugierde zu zügeln, die mich zu sehr an einen Touristen auf der Durchreise erinnern ließ.  Das vergessene Dorf

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